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Welpen

 

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Woher kommt mein Welpe und warum haben Rassehunde ihren Preis?

Bevor Sie dem ersten süßen Welpengesicht das Sie sehen, nicht mehr widerstehen können, sollten Sie sich die Zeit nehmen, schon beim allerersten telefonischen Kontakt mit dem Züchter vorab einige Fragen zu stellen – schließlich wollen Sie ein neues Familienmitglied für die nächsten 10–14 Jahre zu sich nehmen. Vielleicht finden Sie keinen Züchter, der 100% aller der unten genannten Kriterien erfüllt, aber wenn Sie mehr als 1 oder 2 negative Antworten bekommen, sollten Sie es lieber bei einem anderen Züchter versuchen.

Die meisten Welpeninteressenten haben sich bereits über den Preis informiert und wissen, dass der Preis für einen Rassehund vom Züchter zwischen 1.000,00 und 1.500,00 Euro liegen wird. Sollte Ihnen das zuviel erscheinen lesen Sie weiter und entscheiden Sie dann.

Vielleicht kennen Sie jemanden, der schon einen „Billig“-Welpen ohne Papiere oder aus einer „Welpen-Fabrik“ hatte und damit sehr glücklich war.

   
Sicherlich gibt es diese Fälle. Dennoch: In unkontrollierten Zuchten treten erwiesenermaßen häufiger Wesensproblem (von Aggressivität über Scheue bis zu Hyperaktivität) auf und ist mit höheren Graden von Hüft- oder Ellenbogendysplasie (HD oder ED) oder es ist mit anderen erblich bedingten Krankheiten zu rechnen.

Gibt es ernsthafte Gesundheits- und Wesensprobleme in einer Rasse; verantwortungsbewusste Züchter wissen darum. Sie tun alles Menschenmögliche, um diese Probleme zu vermeiden, indem sie Ahnentafeln studieren und die Elterntiere vor dem Zuchteinsatz auf bestimmte Erbkrankheiten tierärztlich untersuchen zu lassen, hinzu kommt die Wesens- und Formwert-Beurteilung durch speziell geschulte Richter. Hierüber gibt es Beurteilungs-Papiere und gute Züchter sind stolz darauf sie ihren Welpeninteressenten vorzuführen.

Die Züchter, deren Namen in der Welpenliste unseres Vereins, des Neufundländer- und Landser Clubs e.V. (NLC e.V.) erscheinen, haben nach strengen Kriterien (Gesundheit, Wesen, Formwert) ausgesuchte Zuchttiere. Die Aufzuchtsbedingungen und die Welpen selbst werden ebenfalls vor Abgabe an die Käufer von einem Zuchtwart kontrolliert.

Landseerwelpen großzuziehen bedeutet nicht nur sehr viel Arbeit, Zeit und Liebe zu investieren, es ist auch ein sehr großer Kostenaufwand zu betreiben. Diese Kosten wird ein seriöser Züchter natürlich nicht scheuen, denn er übernimmt die Verantwortung für seine Welpen und er wird alles tun, um ihnen einen optimalen Start in ein möglichst langes, glückliches und gesundes Leben zu ermöglichen. Schließlich wollen Sie einen gesunden Welpen mit optimalen Startchancen in Ihre Familie aufnehmen.

Hier mal ein kleiner Einblick in die dem Züchter entstehenden Kosten:
Ein seriöser Landseerzüchter ist Mitglied in einem Rassehundeverein und bevor dort der Zwingername gegen eine Gebühr geschützt wird, muss ein angehender Züchter erstmal ein Zuchtseminar besuchen. Mit Genehmigung des Zwingerschutzes hat er sich an die vom Verein vorgeschriebenen Zuchtbedingungen zu halten und diese erfordern von angehenden Zuchttieren (egal ob Rüde oder Hündin) verschiedene Vorsorgeuntersuchungen, Zuchtzulassungsprüfung sowie das besuchen von Ausstellungen.

Sind dann alle geforderten Vorsorgeuntersuchungen sowie die Zuchteignungsbeurteilung (ZEB) gemacht und erfüllt der Landseer die Zuchtbestimmungen des Vereins (NLC e.V.), wird die Zuchtzulassung erteilt. Das Alter einer Hündin muss 21 Monate betragen, dann kann der Züchter sich nach einem geeigneten Deckrüden umsehen. Dafür nimmt er auch große Entfernungen von mehreren hundert Kilometer gerne in kauf, denn nicht immer hat man den geeigneten Deckrüden direkt in der Nähe. Selbstverständlich bekommt auch der Deckrüdenbesitzer seine Deckgebühr.

 

Sind die Welpen geboren strapaziert dies den Geldbeutel eines Züchters merklich. Der Futterbedarf für die junge Familie steigt mit zunehmendem Alter erheblich und der Futtermittelhandel freut sich. Natürlich entstehen auch Kosten für den Tierarzt, denn die Gesundheitsvorsorge der Mutterhündin, mehrmalige Entwurmungen von Welpen und Mutter, Impfungen und Chippen der Welpen verschlingen eine Menge. Richtig kostenintensiv wird es falls Probleme (Kaiserschnitt) auftreten.

 

Der Welpe kommt ja aus der Zucht eines registrierten Züchters und bekommt Papiere. Hierzu wird der Wurf von einem Zuchtwart des Vereins im Alter von 8 - 9 Wochen abgenommen (gegen Entgelt). Nach dessen Wurfabnahmebericht werden die Welpen in das Zuchtbuch des Vereins eingetragen und für jeden Welpen einen Ahnentafel (gegen Gebühr) ausgestellt.

 

Nehmen Sie sich daher Zeit für die Entscheidung denn es gibt sehr große Unterschiede zwischen seriösen, verantwortungsvollen Züchtern und so genannten Vermehrern, die keinen Wert auf ein verantwortungsvolles Zuchtprogramm legen.

Das alles hat natürlich seinen Preis!

Hier ist eine Liste von Fragen, mit denen Sie sich vor Abschluss eines Welpen-Kaufes beschäftigen sollten:

  • Haben beide Eltern offizielle Befunde für Hüften und Ellbogen?
    Lassen Sie sich die Befunde zeigen. Die Aussage: „Mein Tierarzt hat gesagt, die Hüften sehen gut aus“ reicht nicht! Verantwortungsbewusste Züchter informieren Sie über solche Befunde die von einem unabhängigen Sachverständigen ausgewertet wurden.
     

  • Wie oft wird die Hündin gedeckt?
    Hat sie mehr Würfe als einen Wurf pro Kalenderjahr, so besteht der dringende Verdacht, dass Sie an eine profit-orientierte Welpenfabrik geraten sind.
     

  • Was waren die Gründe für die Auswahl dieses bestimmten Deckrüden?
    Wenn die Antwort lautet „weil er gerade um die Ecke wohnt“ oder „weil er so ein süßes Wesen hat“, kann es sein, dass der Züchter nicht sehr viele Gedanken in diesen Wurf investiert hat.
    Erklärt Ihnen der Züchter, welche Bedeutung HD und ED haben, und wünscht er, dass Sie Ihren Welpen auf HD und ED untersuchen lassen, wenn er 18 Monate alt ist? Ein Züchter, der das tut, ist wahrscheinlich ein verantwortungsbewusster Züchter, dem die Kontrolle seiner Nachzucht am Herzen liegt.
     

  • Garantiert Ihnen der Züchter, dass er Ihnen zur Seite steht wenn Sie den Hund nicht mehr behalten können?
    Das ist ein zentraler Punkt für verantwortungsvolles Züchten. Macht der Züchter den Eindruck, dass er viel über die Rasse weiß? Nimmt er an Wettbewerben/Ausstellungen/Prüfungen mit seinen Hunden teil?
    Kann er Ihnen alle Fragen beantworten, die Sie über das Leben mit Ihrem Hund haben?
    Ist er jemand, dem Sie ohne Bedenken solche Fragen stellen können, oder geht er gleich in die Luft, wenn Sie genauer nachfragen?
     

  • Können Sie Vater und Mutter der Welpen ansehen?
    Wenn der Vater nicht beim Züchter lebt - können Sie die Anschrift seiner Besitzer bekommen und ihnen Fragen zu ihrem Hund und seiner bisherigen Nachzucht stellen? Gibt es Fotos oder ein Video von ihm?
    Wenn Sie die Mutter nicht sehen dürfen, besteht der Verdacht, dass man Ihnen zugekaufte „Händler-Welpen“ mit einer völlig unbekannten Vorgeschichte anbietet.
     

  • Wo und wie werden die Welpen aufgezogen.
    I
    n Haus und Garten, oder in einem Zwinger, einem Stall oder einem Hinterhof?
    Ist der Züchter informiert über Welpenaufzucht, kritische Perioden der Wesensentwicklung, eine korrekte Sozialisierung? Welpen, die ohne ausreichenden Kontakt mit freundlichen Menschen und ohne eine große Zahl von optischen und akustischen Einflüssen aufwachsen oder die vor dem Alter von mindestens 7 Wochen von der Mutter und den Wurfgeschwistern entfernt wurden, können ein breites Spektrum von Verhaltensstörungen entwickeln.
    Bekommen Sie beim Züchter eine Ahnentafel, einen Kaufvertrag, ausführliche Anleitungen zu Fütterung und Aufzucht des Welpen?
     

  • Wie benimmt sich die Mutterhündin gegenüber Besuchern?
    Ist sie freundlich, kontaktfreudig, verschmust und aufmerksam? Wenn sie sich ängstlich in eine Ecke zurückzieht, sich nicht anfassen lässt, oder gar knurrt und Aggressionen zeigt, so sind das völlig untypische Verhaltensweisen für Neufundländer oder Landseer; hier müssen sie damit rechnen, einen verhaltensgestörten Welpen zu bekommen!
     

  • Wie benehmen sich die Welpen gegenüber Besuchern?
    Neufundländer oder Landseer-Welpen sollten ausgesprochen neugierig und kontaktfreudig sein. Scheue, ängstliche Welpen, die sich versuchen vor Menschen zu verstecken, werden niemals gute, belastbare Familienhunde werden. Sind die Welpen mehrfach entwurmt, tierärztlich untersucht und geimpft, bevor sie dem Käufer übergeben werden? Hat der Züchter mehr als 2 Rassen oder mehr als 2 Würfe gleichzeitig?
     

  • Werden mehrere Rassen gezüchtet?
    So besteht die Möglichkeit, dass der Züchter sich um die Details einer einzelnen Rasse weniger kümmern kann.
    Gibt es viele Würfe gleichzeitig, so hat der Züchter kaum Zeit, dem einzelnen Welpen die individuelle Aufmerksamkeit zu schenken, die er braucht, und es besteht die Möglichkeit, dass hier das Hauptmotiv für das Züchten vor allem im Geldverdienen liegt?
    Ist der Züchter Mitglied im Zuchtverband speziell für diese Rasse, oder züchtet er in einem Club, der alle Hunderassen betreut? Fühlen Sie sich bei diesem Züchter gut aufgehoben?
    Schließlich beginnen Sie ja eine Beziehung für ungefähr die nächsten 10 Jahre oder mehr. Fühlen Sie sich eingeschüchtert oder unter Druck gesetzt?

Wenn das so sein sollte, suchen Sie lieber weiter......

 

Sie können auch unter dem Punkt "Dies und Das" schauen hier: "Weshalb vom Züchter".

 

 
 
 
 
 

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